Was muss im Bezirk gegen Obdachlosigkeit getan werden.

Kann man einen obdachlosen Menschen zwingen, Hilfe anzunehmen? Natürlich nicht. Auch bei der Wahl des Schlafplatzes zählt der freie Wille. Selbst wenn es bedeutet, dass der Mensch friert und die meisten von uns dies kaum nachvollziehen können. Insbesondere in der kalten Jahreszeit bleibt aber unsere Verpflichtung davon zu überzeugen, doch zumindest die Nächte im Warmen zu verbringen.

Für diejenigen, die Hilfsangebote wahrnehmen wollen, ist dies aber nicht immer möglich. Wir kennen die Knappheit der Angebote im Bezirk, wo die Nachfrage größer ist als in anderen Teilen Berlins.

Wir müssen Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten und dürfen trotz möglicher Ablehnung von Angeboten mit unseren Bemühungen nicht aufhören. Dabei darf es jedoch keine Verdrängungspolitik geben. Niemandem ist geholfen, wenn wir Konfliktsituationen nur von Unterführung zu Unterführung verschieben. Gleichzeitig können wir jedoch auch die Sorgen von Anwohnern nicht ignorieren, wenn aufgrund größerer Lagerplätze im Winter Vermüllung und Verwahrlosung zunehmen.

Essentiell ist dabei die Hilfe der Träger der Angebote für obdachlose Menschen und der Kältehilfe. Den hauptamtlichen wie auch den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern dieser gilt unser ausdrücklicher Dank.

In jedem Monat nehmen die BVV-Fraktionen zu einem Thema Stellung, das von jeweils einer der sechs Fraktionen abwechselnd vorgegeben wird. Die Statements werden im Anschluss in der monatlichen Gazette abgedruckt und online gesammelt. Dabei gilt, kurz halten und nicht mehr als 1200 Zeichen verwenden.