Stadtautobahn A 100 – Jahrhundertchance zur Neugestaltung nutzen?

Die A 100 prägt Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie ist wichtige Achse und auch Lebensader des westlichen Berlins. Neben ihrer wichtigen Funktion als Verkehrsweg führt der Verlauf der Stadtautobahn aber auch zu einer Zerteilung unseres Bezirks. Die A 100 verläuft in weiten Teilen des Bezirksgebietes in Troglage. Durch eine Deckelung der Autobahn und der parallel verlaufenden Bahngleise ließe sich eine erhebliche Emissionsreduzierung für die angrenzenden Wohngebiete erzielen. Weiterhin können durch die Überbauung große Flächen für die nachhaltige Stadtentwicklung in Charlottenburg-Wilmersdorf gewonnen werden. Die Neugestaltung der Stadtautobahn ermöglicht viele Chancen stadtplanerische Fehler der Vergangenheit zu beheben. Im Zuge des Neubaus der Rudolf-Wissel-Brücke ist auch darauf zu achten, dass der Anschluss bzw. die Einfädelung der Siemensbahn an die Ringbahn am S-Bahnhof Jungfernheide nicht blockiert wird. Eine reine Fokussierung auf die kostengünstige Neugestaltung der Autotrasse wäre daher zu kurz gegriffen. Der Bezirk muss hier frühzeitig für die Neugestaltung werben und Bund und Land überzeugen. Nur durch eine schnelle Abstimmung in der Thematik lassen sich auch verfehlte Forderungen der Deutschen Umwelthilfe nach Diesel-Fahrverboten auf der A 100 umgehen.

In jedem Monat nehmen die BVV-Fraktionen zu einem Thema Stellung, das von jeweils einer der sechs Fraktionen abwechselnd vorgegeben wird. Die Statements werden im Anschluss in der monatlichen Gazette abgedruckt und online gesammelt. Dabei gilt, kurz halten und nicht mehr als 1200 Zeichen verwenden.

24. November 2018|Stadtentwicklung, Verkehr|