Projekt Beschreibung

Antrag: Gedenktafel für Ingeborg Bachmann

Antragsteller: Heyne/Fest

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, das in der Koenigsallee 35 eine Gedenktafel für Ingeborg Bachmann angebracht wird.

Begründung:

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) war eine der bedeutendsten Lyrikerinnen und Prosa-Autorinnen der Nachkriegszeit im deutschsprachigen Raum. Schon 1953 erhielt sie den Literaturpreis der Gruppe 47, 1961 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste berufen und 1963 wurde sie für den Nobelpreis nominiert.

Im selben Jahr erhielt Ingeborg Bachmann ein Stipendium der Ford Foundation als „Artist in Residence“ und lebte bis 1965 in Berlin. Ihre letzte Adresse hier war Koenigsallee 35 . Zwei aus einer explizit weiblich erzählten Geschichten Ein Schritt nach Gomorrha. Undine geht ) gehören zu den frühesten feministischen Äußerungen der deutschsprachigen Literatur nach 1945 Das Spätwerk Bachmanns wird in der Frauenforschung als Paradigma weiblichen Schreibens angesehen.

Seit Dezember 2008 ist Ingeborg Bachmann Namenspatronin der Familienbibliothek in der Nehringstr. 10. Eine Gedenktafel in der Koenigsallee 35 wird nicht zuletzt von ihrer Biografin Ina Hartwig („Wer war Ingeborg Bachmann ? „Frankfurt a. M. 2017, auf S.123) schmerzlich vermisst.